Ab unters Dach! Wie man den Dachspeicher ausbaut

Ist in den eigentlichen Wohnräumen nicht mehr ausreichend Platz vorhanden oder wird Nachwuchs erwartet, ist es mitunter sinnvoll sich den freien Platz auf dem Dachboden zu Nutze zu machen. Selbstverständlich ist das Leben auf dem Dachspeicher längst nicht mehr so verrufen, wie das noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war, als Dächer schlecht gedämmt waren und daher hauptsächlich Bedienstete oder Untermieter auf dem Dachboden wohnten. Erfolgt das Dachboden ausbauen mit der richtigen Planung und wird schon im Vorfeld mit der künftigen Nutzung beschäftigt, können schon mit wenig Unkosten einfallsreiche und praktische Räume gestaltet werden, die sich auch zum dauerhaften Bewohnen noch hervorragend eignen. Generell sollte man aber auch beim Dachboden ausbauen bedenken, dass bei größeren Umbaumaßnahmen unter Umständen ein Bauunternehmen hinzugezogen werden sollte, auch wenn der Mann oder die Frau des Hauses über die nötigen handwerklichen Kenntnisse für kleinere Arbeiten am Haus verfügt. So stellt man auch in eventuellen Schadfällen sicher, dass die entstandenen Unkosten durch die Versicherung übernommen werden. Mehr zum Thema auf bau-plus.de.

Vorsicht mit der Dachschräge
Der mit Sicherheit wichtigste Faktor beim Dachboden ausbauen ist die Dachschräge, vorausgesetzt natürlich es existiert ein schräges Dach. Ist das Haus eher im modernen Baustil mit waagerechtem Dach gebaut, entfüllt dieser Faktor natürlich völlig, was sich auch auf den Aufwand beim Umbau positiv auswirkt. Experten benutzen für den Ausbau des Dachspeichers die grobe Regel, dass der Neigungswinkel des Daches im Optimalfall 35 Grade betragen könnte, was im Umkehrschluss dem Wohnraum eine effektive Höhe von 2,30 Meter bescheren würde. Umbauarbeiten können aber auch schon ab einem Neigungswinkel von 25 Grad durchgeführt werden, wodurch durch die geringe Deckenhöhe der Speicher sich dann eher als temporäres Gästezimmer oder Kinderzimmer eignet. Da die meisten Dächer zudem von Stützpfeilern aus Holz getragen werden, muss schon bei der Konzeption des Dachboden ausbauen bedacht werden, wie diese später im Raum eingesetzt werden. In der Regel können solche stützende Masten ohne hohe Kosten nicht entfernt werden, weshalb es sich empfiehlt, bei der späteren Inneneinrichtung auch die Möbel darauf auszurichten. Mit passenden Möbelstücken entsteht so ein rustikal altertümliches Flair, was in normalen Wohnungen aufgrund der fehlenden Stützen nicht zu verwirklichen ist.

Dachdämmung beachten
Die zweite große Hürde beim Dachboden ausbauen ist selbstverständlich die Dämmung des Daches. Den Dachboden ausbauen lohnt nur dann, wenn die Decke, also effektiv das Dach, richtig gedämmt werden. Anderenfalls erwartet den künftigen Bewohner des Dachspeichers nicht nur ein ständiger Windzug, sondern auch eine enorme Hitze im Sommer und klirrende Kälte im Winter. Das Dachboden ausbauen sollte also auch hier bereits im Vorfeld so geplant werden, dass feststeht inwiefern und mit welchen Materialien das Dach nachträglich besser gedämmt werden kann. Selbstverständlich ist beim Dachboden ausbauen vorher auch erst einmal eine Genehmigung zum Ausbau beim zuständigen Bauamt einzuholen, welche bei größren Arbeiten in der Regel auch nur dann erteilt wird, wenn es durch eine zuständige Kompetenz betreut wird. Den Dachboden ausbauen wird nach der Genehmigung Schritt für Schritt realisiert, angefangen mit einer Zeichnung der Raumaufteilung und einem überblick über den Materialbedarf. Das Dachboden ausbauen selber wird dann noch einmal unterteilt in Arbeiten die selbstständig erfolgen können und Arbeiten zum Dachboden ausbauen die durch Experten durchgeführt werden.

Kommentieren