Das Doppelhaus

Typischerweise kennzeichnet ein Doppelhaus zwei separate Eingänge, auch im Volksmund als Konstrukt zweier Einfamilienhäuser bekannt. Der typische Baustil ist eine offene Bauweise. Dies umfasst ein Gebäude mit einem seitlichen Grenzabstand, welches nicht länger als 50 Meter ist. Dabei kann es sich um ein Einzelhaus, Doppelhaus oder auch eine Hausgruppe handeln.

Oft besteht ein Doppelhaus aus zwei identischen Haushälften, die aber auch versetzt gebaut werden können, um so den Eindruck zweier einzelner Häuser zu erwecken. Der Vorteil liegt eindeutig in den Baukosten, da eine Doppelhaushälfte gegenüber dem Einfamilienhaus weitaus günstiger ist. Schon allein die benötigte Grundstücksfläche ist viel geringer als beim Einfamilienhaus und kann daher schonmal um die 50% der Gesamtkosten ausmachen.  Hinzu kommt, dass circa 15-20% der Heizkosten gesparrt wird, da weniger Außenwände benötigt werden. Die Folge sind natürlich auch geringere Materialkosten.
Der einzige Nachteil kann in der fensterlosen Wand gesehen werden, die an die andere Doppelhaushälfte angrenzt. Durch größere Fensterfronten in den anderen Wänden lässt sich dieser Nachteil aber leicht ausgleichen.

Wichtig ist auch zu wissen, dass ein Doppelhaus aus zwei funktionstüchtigen Einheiten besteht, die  zu unterschiedlichen Zeiten errichtet werden können daher eine zeitliche Flexibilität bieten.

Die häufig vorkommende Angst, dass der Nachbar alles mitbekommt oder man selbst vom Nachbarn das Privatleben zu sehr erlebt, ist unbegründet, da schallisolierte Wände in der modernen Bauweise dies verhindern.
Individualität ist ebenfalls gegeben, da die Gestaltung dem Bauherrn überlassen ist. Fertighäuser bieten trotz des geplanten Grundrisses flexible Gestaltungsmöglichkeiten. Die Privatsphäre bleibt erhalten, da gewöhnlich Terrasse, Balkon oder Wohngarten in entgegengesetzte Richtungen zeigen und daher der Nachbar außer Sichtweite ist.

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