Pflege für den Teppichboden
Wer einen Teppich hat, weiß wie ärgerlich es ist wenn dieser einmal Flecken abbekommt. Doch es gibt für jede Teppichart auch eine geeignete Reinigungsart. In Deutschland werden zu 90 Prozent Teppiche aus Kunstfasern verwendet aber auch Naturfasern sind auf dem Vormarsch. Die unterschiedlichen Pflegemethoden sind im folgenden aufgelistet.
Einer der Hauptvorteile an tierischen Fasern ist, dass sie von Natur aus unempfindlich gegen Schmutz sind, da das Haar von einer Eigenfettschicht umhüllt ist, sodass selbst Flüssiges nur langsam eindringen kann. Die meisten Verschmutzungen bleiben oberflächlich und lassen sich deshalb auch meist schon mit kohlensäurehaltiges Mineralwasser lösen.
Fasern wie Wolle, Ziegenhaar und Seide darf man keinesfalls mit alkalischen Reinigern säubern da sonst Farbe und Struktur leiden, nur pH-saure Reinigungsmittel sind erlaubt zum Beispiel Essigwasser. Damit den Teppich abreiben und dann den Flor in Strichrichtung bürsten und trocknen lassen.
Bei pflanzliche Fasern zum Beispiel Jute, Sisal, Baumwolle oder Kokos verträgt dieser auch alkalische Reiniger also zum Beispiel Kern- oder Gallseife. Wenn die Pflanzenfasern gefärbt sind, sollte man lieber einen säurehaltigen Teppichreiniger wählen, denn Seifenlaugen könnten den Teppich ausbleichen.
Synthetische Fasern sind wahrscheinlich mit am pflegeleichtesten wenn sie chemisch entsprechend behandelt wurden. Die meisten haben eine sogenannten Antisoiling-Behandlung zum Schmutzabweisen hinter sich. Aber selbst ohne diese schmutzabweisende Ausrüstung sind Kunstfasern wie Propylen, Polyamid und Polyacryl unempfindlich. Meist reicht lauwarmes Wasser zum Entfernen von Festgetretenem oder Verklebtem und wenn nicht helfen alkalische Reiniger wie Kern-, Schmier- und Gallseife.
