Artikel-Schlagworte: „Boden-Deckel-Schalung“
Die Holzfassade
In Skandinavien sind sie schon lange Zeit allseits üblich und landschaftstypisch, und auch in Deutschland erfreuen sie sich immer größerer Beliebtheit: die Rede ist von Holzfassaden.
Die Möglichkeiten, die eine Holzfassade unter architektonischen Gesichtspunkten bietet, sind vielfältig. Verwendet wird meist nordische Fichte oder sibirische Lärche, aber auch die einheimische Kiefer und Douglastannen sind geeignete Holzarten. Üblich ist hier in Deutschland zudem eine vorgehängte hinterlüftete Verschalung. So wird der Fertigbau trocken gehalten sowie die Wärme- und Schalldämmung verbessert. Außerdem wird das Holz, sollte es einmal ordentlich eingeregnet worden sein, auch schnell wieder trocken. Was die Konstruktion angeht, so kommt zunächst die Stülpschalung in Betracht. Hier werden die Bretter waagrecht auf der Unterkonstruktion befestigt. Das jeweils nächsthöhere Brett “stülpt” sich über das nächstuntere. Das Wasser kann auf diese Weise problemlos ablaufen. Daneben gibt es auch die Boden-Deckel-Schalung. Hier werden die Bodenbretter senkrecht und mit Zwischenraum untereinander auf die Unterkonstruktion genagelt. Im Anschluss werden die Zwischenräume durch Dackelbretter überdeckt.
Übrigens, auch der Altbaubesitzer kann seine unansehnlich gewordene Fassade aus Putz oder Klinker mit einer Holzfassade aufwerten. Und für alle gilt: mit den unzähligen Farbtönen von Holzschutz-Lasuren oder mit deckenden Farben lassen sich variationsreiche, fröhliche Akzente setzen.
