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Wenn wohnen krank macht

Schon einmal vom “Sick-Building-Syndrom” gehört?  So hat man mit “krankmachenden Gebäuden” zu tun, wenn bestimmte Symptome nur in bestimmten Gebäuden oder Räumen auftauchen. Wenn dies der Fall ist sprechen Mediziner von diesem Syndrom. Jedoch ist dieser Zusammenhang nicht leicht nachzuweisen. So könnten an den Kopfschmerzen, der Übelkeit oder den Hautreizungen durchaus der alte Lackschrank oder die mit Asbest gedämmten Wände verantwortlich sein. Doch wie soll man dies nachweisen? Man muss vor allem selbst aktiv werden und Ursachenforschung betreiben.

So ist es erst einmal gut zu wissen, dass vor allem Lösemittel, Pestizide und andere toxische schwer abbaubare Chemikalien gefährlich sind und sich in ihrer Flüchtigkeit unterscheiden. So sind Lösemittel beispielsweise sehr leicht in ihrer Flüchtigkeit und treten schnell aus den Möbeln heraus und “verschwinden” dann. Doch bei Holzschutzmittel sieht das dann schon ganz anders aus. Diese treten viel langsamer aus den Möbeln heraus und sind schwer flüchtig. Dazu kommt, dass sie sich ungern lange in der Luft aufhalten und sich somit im Raum beispielsweise beim Hautstaub absetzen. Dort werden sie dann irgendwann weggewischt und können durch den Hautkontakt in Berührung mit dem Menschen und kommen und bestimmte unerwünschte Reaktionen hervorrufen.

Bei unterschiedlichen Instituten kann man seine Wohnung auf giftige Stoffe testen lassen. Wichtig ist es dabei vor allem, dass es nicht den EINEN Test gibt, der alles untersucht und nachweist. So gibt es einzelne Tests für Lösemittel in der Luft oder den im Hausstaub. Oder auch die Fußböden können untersucht werden.

Viele der giftigen Stoffe sind bereits verboten, können jedoch gerade in Altbauten noch vorkommen und präsent sein. Deswegen sollte man gerade dort sehr vorsichtig sein und solche Tests durchführen. Immerhin spielen auch die Kinder auf dem Boden und man möchte ja nicht, dass diese in einer gesundheitsgefährdenden Umgebung aufwachsen.

 

Passivhäuser als Wegweiser in die Zukunft

In Neu-Isenburg wird mit der Eröffnung der Ausstellung „Passivhaus – das Haus der Zukunft“ wieder einmal der Fokus auf die Themen Energiesparen und Klimaschutz gelenkt. In der Ausstellung wird anschaulich vermittelt was die Passivhäuser mit ihrer konsequenten Wärmedämmung leisten.

Der Bürgermeister der Stadt, Herbert Hunkel, eröffnete die Ausstellung am Mittwoch, den 20. April um 10 Uhr. Die Diplom- Soziologin am Institut Wohnen und Umwelt in Darmstadt, Ulrike Hacke, hielt den Einführungsvortrag. Sie hat sich mit konkreten Fragestellungen zum Wohnen in einer Passivhaus-Siedlung beschäftigt, im Rahmen einer praxisnahen Untersuchung.

Bürgermeister Hunkel ist Stolz auf das Engagement der Stadt im Bereich des nachhaltigen Klimaschutzes und berichtete von der im letzten Jahr durch die Stadt unterzeichneten Charta „100 Kommunen für den Klimaschutz“. Im Rahmen dieser wird nun fachübergreifend an einem Aktionsplan gearbeitet der „die bisherigen erfolgreichen Bemühungen um den Klimaschutz noch verstärken soll.“, so Hunkel.

Dies geschieht auf verschiedenste Weise und in verschiedensten Bereichen. Wichtig sind unter anderem der Ausbau regenerativer Energien, die Energieeffizienz und das konsequente Energiesparen. In Neu-Isenburg konzentriert sich das vor allem auf den Ausbau des Solarpotentials. Ein weiterer Schritt ist die Gründung der Energiegenossenschaft in der sich BürgerInnen direkt an Projekten regenerativer Energieerzeugung beteiligen können. Dabei steht die Umrüstung der Dächer des Dienstleistungsbetriebes mit Hilfe einer Photovoltaikanlage im Vordergrund sowie die grundlegende energetische Sanierung des Rathauses, die gerade begonnen hat.