Tapezieren leicht gemacht

Tapetentricks

Nicht jedem liegt es im Blut Tapeten an die Wand zu bekommen. Dabei ist es gar nicht so schwer. Mit ein paar Tipps und Tricks lassen sich selbst verrückte Muster leicht tapezieren. Allerdings sollten Hobby-Tapezierer schon beim Einkauf einiges beachten, damit die Tapete später nicht zum Reinfall wird.

Tapezieren beginnt beim Einkauf
Oder der Einkauf beginnt schon beim richtigen Ausmessen der Räume. So stellt man sicher, dass ausreichend Tapeten gekauft werden. Theoretisch könnte man natürlich eine Rolle nachkaufen, praktisch ist das meist nicht so einfach. Tapeten verfügen über Chargennummern. Eine andere Charge bedeutet ein anderer Produktionsdurchlauf. Trotz ausgefeilter Technik kann es dabei zu Farbunterschieden kommen, die man oft erst an der Wand sieht, wenn die Tapete trocken ist. Deshalb sollte vorher genau die Rollenanzahl ausgerechnet werden. Tapete sollte man nie einfach kaufen. Bevor man sich entscheidet, sollte das Muster in den eigenen vier Wänden geprüft werden. Je nach Lichteinfall können Tapeten an unterschiedlichen Orten verschieden wirken. Das Baumarkt-Licht ist für einen Tapetenkauf sehr ungünstig. Einfacher geht es im Tapeten Online-Shop. Hier bekommt man Muster seiner Wahl nach Hause geschickt und kann sich dann für die passende Tapete entscheiden.

Bevor Tapeten an die Wand kommen
Tapetensind nicht die billige Alternative zu Fließen, Holz oder Naturstein. Zum Tapezieren wird ein sauberer, glatter und fettfreier Untergrund benötigt. Es lohnt sich, die Wand einmal zu spachteln. Sollte das nicht möglich sein, sind Renoviervlies oder Makulaturpapier die günstige Variante, einen guten Untergrund für Tapeten zu erhalten. Erst wenn der Untergrund stimmt, kommt die Tapete an die Wand.

Tapezieren ist leichter, als viele denken
Eine gute Vorbereitung ist die halbe Arbeit. Tapeziertisch, Kleisterbürste, Tapezierbürste und Cuttermesser sollten bereitliegen. Auch die Wasserwaage oder ein Senklot sind notwendig. Die erste Bahn wird genau ausgemessen. Sie soll unbedingt senkrecht sein. Mit Lot oder Wasserwaage eine senkrechte Linie festlegen. Der Kleister wird nach Anweisung angerührt. Mehr Wasser als angegeben nimmt dem Kleister die Klebkraft. Und auch die Wahl des richtigen Kleisters ist wichtig. Vliestapeten benötigen einen anderen Tapetenkleister als Papiertapeten.

Tapeten zuschneiden leicht gemacht
Tapeten ohne Ansatz können frei weg von der Rolle zugeschnitten werden. Es wird einfach die Wandhöhe ausgemessen und die Tapetenbahn mit einem Zusatz von etwa 5 cm zugeschnitten. Die Zugabe gleicht eventuelle Unebenheiten im Fuflboden oder der Decke aus. Etwas schwieriger wird es beim geraden Ansatz. Hier ist das Muster auf den beiden Seiten der Bahn immer auf gleicher Höhe. Beim Zuschneiden muss also Muster auf Muster liegen. Eventuelle Überhänge werden abgeschnitten. Beim versetzten Ansatz befindet sich das Ansatzmuster der linken Seite der Tapetenbahn genau in der Mitte von der rechten Seite. Es gleicht sich also im Zuschnitt nur jede zweite Bahn.

Nun noch schnell tapeziert
Der größte Teil der Arbeit ist nun schon vorbei. Jetzt kommen nur noch fix die Tapeten an die Wand. Vliestapeten können gleich auf die Wand geklebt werden. Dazu einfach die Wand satt einkleistern und die Tapeten ins Leimbett einlegen. Abschneiden – fertig. Papiertapeten benötigen eine Weichzeit. Die ist je nach Tapetenart unterschiedlich. Einfache Papiertapeten benötigen nur kurze Zeit, Vinyltapeten brauchen etwas länger. Die Tapetenbahn soll sich weich und geschmeidig anfassen, bevor sie an die Wand kommt. Mit etwas Übung geht auch das flott von der Hand.

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