Was tun bei Schimmel im Neubau?
Oftmals kommt schon schnell bei einem Besitzer eines Neubaus, der oftmals über eine längere Zeit stolzer Beobachter der Bauarbeiten sein könnte, das böse Erwachen, wenn er an seinem neuen Haus mit etwas konfrontiert wird, was der Laie ansonsten eher älteren, verfalleneren Gebäuden zuordnen würde. Die Diagnose Schimmel im Neubau. Wenn dieser schon bereits im Haus und Dachstuhl sein Unwesen treibt oder sich bereits ein bunter Farbteppich auf Balken oder Putz ausbreitet, dann ist all dies in der Regel ein Indiz dafür, dass eine grundlegende Prinzipien beim Bau missachtet wurden.
In der Regel ist der am häufigsten auftretende Fehler, die Gebäudehülle im Bauprozess viel zu früh abzudichten oder bei der Dichtung nicht auf atmungsaktive Materialien wie beispielsweise Baustoffe von Dural einzusetzen, so dass zusätzliche Feuchtigkeit, welche im Zuge des Aufmauerns, Verputzen oder durch den Estrich in das eingeleitet wird, nicht ausreichend Zeit hat, mit der Luft wieder auszudünsten.
Besonders bei Bauprojekten, die im Winter in ihre entscheidende Phase gegangen sind, wird oft der Fehler begangen, dass die isolierverglasten Fenster noch so schnell wie möglich installiert wurden. Bei einem bereits gedeckten Dach sind diese Bedingungen der Traum für einen Schimmel im Neubau. Doch was tun, wenn man nun mit ihm zu kämpfen hat? Welche Strategien können jetzt noch Abhilfe bieten?
Das oberste Gebot ist, dem Schimmel möglichst umgehend die Lebensgrundlage zu entziehen. Um sich diesem Ziel erfolgreich zu widmen, stehen zwei Arbeitsschritte an. Als Vorarbeit sollte gewissermaßen der Schimmel mit hochprozentigem Alkohol abgewischt werden und den akuten Befall durch kleinere oder größere Sanierungsarbeiten zu minimieren. Bei einem Austrocknen des Gebäudes durch ausgiebiges oder regelmäßiges Lüften sollte man darauf achten, in den Sommermonaten aufgrund der höheren Luftfeuchtigkeit das Lüften abends und morgen vorzunehmen. Es gilt zudem, dass der Sinn von Lüften ab dem Punkt nicht mehr erreicht ist, wenn die Außentemperatur höher als die Innentemperatur ist.
Insgesamt ist das professionelle Austrocknen der Hülle ebenso wie komplette Schimmelbekämpfung oftmals ein wochenlanger Prozess, der im Idealfall von einem Fachbetrieb überwacht werden sollte. Dieser stellt nämlich im Regelfall dann auch rechtzeitig und gut fest, wann die Feuchtigkeit auf so ein geringes Niveau zurück gegangen ist, dass der Neubildung von Schimmel keine Tür mehr offen steht.

Bei unserem Haus wurde während der Bauphase vom Bauleiter ständig die Feuchtigkeit überprüft. In diesem Punkt darf man wirklich nicht zu ungeduldig sein – spätere Schimmelbildung lässt sich so eigentlich zu 100% vermeiden.